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Über 70.000 Stunden Lebenszeit verschwendet

Über 70.000 Stunden Lebenszeit verschwendet

Fünf Millionen Deutsche haben innerlich gekündigt

Als ich diese Schlagzeile der faz gelesen habe, dachte ich: wie schrecklich und wie traurig. Vier von fünf Mitarbeitern fühlen sich bei ihrer Arbeit unwohl. Das sind 8 Stunden am Tag, 40 Stunden die Woche, 160 Stunden im Monat, fast 2.000 Stunden im Jahr, über 70.000 Stunden in einem Berufsleben. Das ist vertane Lebenszeit, Zeit, die einem keiner mehr zurück gibt. Und danach? Die wohlverdiente Rente? Von wegen, schaut mal in die anderen Blog-Artikel rein. Nichts ist mehr sicher und wer sich nicht selbst hilft, hat das Nachsehen. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen raus wollen aus der Tretmühle, raus und selbst bestimmen, was man mit der so knappen Zeit anfängt-mehr Zeit für die Familie und die wichtigen Dinge des Lebens. Wer alternative Wege der Alterssicherung einschlägt, ist zweifelsfrei gut beraten. Geldanlage, Immobilien oder der Aufbau eines passiven Einkommens, hier sollte man sich gut informieren und die für sich passende Variante wählen.

Hier der komplette Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/5-millionen-arbeitnehmer-haben-innerlich-schon-gekuendigt-15753720.html

  • Von Anja Engelke

Heute Dienst nach Vorschrift, morgen dann die Kündigung? Viele Arbeitnehmer in Deutschland sind unzufrieden – anders als Jana Liekam (Paula Beer), die Hauptdarstellerin in der ZDF-Serie „Bad Banks“. Bild: ZDF und Sammy Hart

Motivation am Arbeitsplatz? Fehlanzeige. Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland machen nur noch Dienst nach Vorschrift – und würden am liebsten sofort kündigen. Dafür sind nicht nur die Vorgesetzten verantwortlich.

Von Wissensaustausch kann in Ihrem Unternehmen keine Rede sein, Lob bekommen Sie so gut wie nie und Fehler dürfen Sie erst recht keine machen. Eigentlich wissen Sie gar nicht, warum Sie überhaupt noch für Ihr Unternehmen arbeiten. Vielleicht spielen Sie sogar mit dem Gedanken, zu kündigen.

Wenn Ihnen dieses Szenario bekannt vorkommt, geht es Ihnen wie den meisten Arbeitnehmern in Deutschland. Vier von fünf Mitarbeitern fühlen sich ihrem Unternehmen kaum oder gar nicht emotional verbunden, ergab die repräsentative Studie des Beratungsunternehmens Gallup, die am Mittwoch für das Jahr 2018 veröffentlicht wurde. Für den „Engagement Index Deutschland“ befragt Gallup seit 2001 jedes Jahr 1000 zufällig ausgewählte Beschäftigte zu ihrer Motivation am Arbeitsplatz.

Nur 15 Prozent fühlen sich richtig wohl

Die Wirtschaft befindet sich in glänzender Lage, der Arbeitsmarkt brummt, Bewerber können sich oftmals ihre Stelle aussuchen. Trotz all dieser guten Voraussetzungen sind die Ergebnisse der Studie ernüchternd: 71 Prozent der Befragten gaben an, nur noch Dienst nach Vorschrift zu machen. Bei 14 Prozent ist die Bilanz noch negativer: Sie haben innerlich schon gekündigt. Diese Zahl ist trotz aller guter Vorzeichen im Vergleich zum vergangenen Jahr nur um ein Prozent gesunken. Damit sind immer noch mehr als fünf Millionen Menschen mit ihrer Stelle so unzufrieden, dass sie am liebsten sofort kündigen würden oder sich schon nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen. Richtig wohl fühlen sich dagegen nur 15 Prozent aller Mitarbeiter.

„Emotional an ein Unternehmen binden sich die Mitarbeiter dann, wenn sie die Werte und Normen der Organisation verinnerlicht haben“, erklärt Kristina Hilckmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Arbeitspsychologie an der Universität Münster. In diesem Fall sähen sich die Mitarbeiter als „Teil einer Familie“ und fühlten sich emotional dazu verpflichtet, die ihnen anvertrauten Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen zu erledigen.

Als Voraussetzungen, um eine solche emotionale Bindung aufzubauen, nennt Hilckmann soziale Beziehungen und zufriedenstellende Rahmenbedingungen wie Arbeitszeiten, klar erreichbare Ziele, ganzheitliche Arbeitsaufgaben mit Handlungsspielraum sowie angemessenes Feedback und Lohn. „Außerdem ist eine emotionale Bindung an das Unternehmen wahrscheinlicher, wenn es dem Mitarbeiter das Gefühl gibt, sich um ihn zu sorgen“, so Hilckmann. Das Wohlergehen und die Entwicklung der Arbeitnehmer sollten der Organisation also wichtig sein und sie sollte dies auch vermitteln.

Hier kommen die Führungskräfte ins Spiel: Ein wichtiger Grund für die fehlende Motivation ist laut Studie das Verhalten der Chefs. Gerade einmal einen von fünf Befragten motiviert die Führungsweise der direkten Vorgesetzten dazu, „hervorragende Arbeit“ zu leisten. Nur ein Drittel der Befragten gab an, dass Entscheidungen von der Person getroffen werden, die mit der jeweiligen Aufgabe am vertrautesten ist. Und lediglich ein Fünftel stimmte der Aussage zu, das Arbeitsumfeld ermutige die Mitarbeiter dazu, Neues auszuprobieren, zu scheitern und aus Fehlern zu lernen.

Wenn Mitarbeiter mehr Eigeninitiative zeigen und größere Verantwortung übernehmen sollen, brauchen wir auch ein Umdenken auf allen Führungsebenen“, sagt Gallup-Berater Marco Nink. „Führungskräfte müssen sich vom Leistungskontrolleur zum echten Coach ihrer Mitarbeiter entwickeln.“

Indem die Führungskraft ihre Mitarbeiter in Entscheidungen und Aufgaben einbeziehe, sorge sie dafür, dass die Mitarbeiter engagiert sind und Verantwortungsgefühl zeigen, sagt auch Arbeitspsychologin Hilckmann. Die Arbeitsbedingungen sollten so gestaltet sein, dass eine gesunde Balance aus Autonomie, Hilfestellung und Feedback gegeben ist. Die größte Anforderung für die Führungskräfte liege darin, die Mitarbeiter durch ein angemessenes Maß an Handlungsspielraum weder zu über- noch zu unterfordern. Auch ehrliches Interesse, beruflich und privat, erhöhe das Zugehörigkeitsgefühl.

Der Studie zufolge fehlt es in vielen Unternehmen zudem an Flexibilität und Mut für Veränderungen. Denn Mitarbeiter, die ihr Unternehmen als schnell und effizient einschätzen, haben gleichzeitig meist eine höhere emotionale Bindung zu ihrer Arbeit sowie mehr Vertrauen in die finanzielle Zukunft ihres Unternehmens.

Innere Kündigung schadet auch wirtschaftlich

In Deutschland nehmen Mitarbeiter ihr Unternehmen häufiger als unflexibel wahr als in den anderen großen europäischen Wirtschaftsnationen. Während nur zehn Prozent der deutschen Befragten angaben, dass ihr Unternehmen schnell auf geschäftliche Anforderungen reagieren könne, stimmten in Großbritannien 13 Prozent zu, in Spanien 15 Prozent und in Frankreich 16 Prozent. „Der aktuelle Erfolg der deutschen Wirtschaft lässt Unternehmen träge werden. Diese Einstellung ist gefährlich, da sich jedes Unternehmen fragen muss, ob sein Geschäftsmodell auch in fünf Jahren noch Bestand hat“, so Gallup-Berater Nink.

Wenn Entscheidungen als langwierig und Arbeitsprozesse als umständlich wahrgenommen werden, schadet das der Studie zufolge nicht nur der Motivation der Mitarbeiter, sondern auch dem Umsatz des Unternehmens. Zufriedene Mitarbeiter seien im Schnitt seltener krank und arbeiteten produktiver. Gallup schätzt den volkswirtschaftlichen Schaden, den die innere Kündigung von Mitarbeitern auslöst, daher auf bis zu 103 Milliarden Euro.

Dass es auch ganz anders geht, erfährst Du auf https://nu-business.life/

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